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Lichtblick Nr. 3
Sonntagsgedanken für die Woche
vom 29. März 202 von der Ev. Kirchengemeinde Vellmar




Wo­chen­spruch:

 
 
Der Men­schen­sohn ist nicht ge­kom­men,
dass er sich die­nen las­se
son­dern dass er die­ne und gebe sein Le­ben als Lö­se­geld für vie­le.   
  
Mt. 20,28

 
Ge­hor­sam

  
Lie­be Ge­mein­de­glie­der,
 
es ist be­droh­lich, was ge­gen­wär­tig pas­siert. Men­schen ha­ben Angst
um ihre Ge­sund­heit, um das Le­ben ih­rer An­ge­hö­ri­gen. An­de­re müs­sen da­mit rech­nen, dass die Maß­nah­men, die zur Ein­gren­zung des Co­ro­na-Vi­rus ver­an­lasst wur­den, ihre wirt­schaft­li­che Exis­tenz ru­i­nie­ren.

  
Wir alle wün­schen uns nichts so sehr, als dass die­ser „Spuk“ ein schnel­les Ende ha­ben möge und dass kei­ner wei­ter Scha­den nimmt. Aber so spuk­haft und un­wirk­lich die Co­ronak­ri­se er­scheint, so real sind ihre Aus­wir­kun­gen: kran­ke und ster­ben­de Men­schen, lee­re Stra­ßen, ge­schlos­se­ne Ge­schäf­te und Gast­stät­ten.
 
Das öf­fent­li­che Le­ben ist fast zum Er­lie­gen ge­kom­men. Schwer aus­halt­bar ist zu­dem, dass nie­mand weiß, wann eine Bes­se­rung der Lage zu er­war­ten ist.

 
Es fällt schwer, den An­ord­nun­gen der Re­gie­rung Fol­ge zu leis­ten und Not­wen­di­ges oder Ge­wohn­tes oder Lieb­ge­wor­de­nes auf­zu­ge­ben.
Zu ak­zep­tie­ren, was jetzt al­les nicht mög­lich ist.  Den Still­stand
aus­zu­hal­ten. Es fällt schwer „ge­hor­sam“ zu sein.

 
Ge­mein­sam

 
Tröst­lich fin­de ich, dass sich vie­le Men­schen in die­sen Ta­gen so­li­da­risch sind. Sie hal­ten sich an die An­ord­nun­gen, die Schlim­me­res ver­hin­dern sol­len. Die Nach­bar­schafts­hil­fe blüht, jun­ge Men­schen sor­gen für äl­te­re, bie­ten Hil­fen an, über­neh­men de­ren Ver­pflich­tun­gen.
An­de­re ver­su­chen nach Mög­lich­keit, wirt­schaft­li­che Ver­wer­fun­gen
ein­zu­däm­men, die Par­la­men­te be­schlie­ßen mit gro­ßer Mehr­heit
Hilfs­pro­gram­me, Bür­ger spen­den Geld,
kau­fen über­schüs­si­ge Ware, dort wo es nö­tig ist,
oder las­sen auf der an­de­ren Sei­te das Hams­tern sein.

 
Hin­hö­ren

 
Wir be­fin­den uns in der Mit­te der Pas­si­ons­zeit. Der Sonn­tag die­ser
Wo­che trägt den Na­men Ju­di­ka. Die Bi­bel­tex­te zum Sonn­tag spre­chen
von der Hin­ga­be Jesu, von sei­nem Ge­hor­sam
eben­so wie von un­se­rem Ge­hor­sam.
Wie Men­schen auf Got­tes Wort und sei­ne Ge­bo­te re­a­gie­ren,
da­rum geht es.
Gott ruft uns zum Le­ben - und wir kön­nen ant­wor­ten.
Wir kön­nen - aus frei­en Stü­cken - sei­ne gu­ten Wor­te an­neh­men
und sei­nen Ge­bo­ten fol­gen. Das ist nicht ein­fach, weil es be­deu­tet,
dass wir auf An­de­re ach­ten und be­reit sind, zu ver­zich­ten.
Aber wir tun da­mit, was dem Le­ben dient.

 
Was dem Le­ben dient

 
Gott will, dass wir in ge­gen­sei­ti­ger Rück­sicht­nah­me fried­voll
und ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit­ei­nan­der um­ge­hen.
Ich sehe, dass in die­sen Ta­gen vie­le Men­schen
in die­ser Wei­se „ge­hor­sam“ sind
und Got­tes Wil­le wirk­sam wird in un­se­rer Welt.
Män­ner und Frau­en, Alte und Jun­ge ant­wor­ten auf die Kri­se
mit prak­ti­zier­ter Nächs­ten­lie­be.
Sie blie­ben zu­hau­se, hal­ten Ein­sam­keit aus,
weil sie An­de­re schüt­zen wol­len.
Sie hö­ren auf die Ver­bo­te, die dem Le­ben die­nen.
 
Das al­les macht mir Mut.
Es lässt mich hof­fen, dass wir die Co­ro­na-Zeit
mit all ih­ren Prob­le­men gut überste­hen wer­den.
 
Las­sen Sie uns alle in die­sem Sin­ne ge­hor­sam sein!

  
Wir grü­ßen Sie herz­lich
Ihre Pfar­rer
Al­fred Ho­cke, Dave Ku­lik,
Matt­hi­as Risch, Tho­mas Vogt,
und Ihre Pfar­re­rin Bir­git Grim­sel
 
Ge­bet

 
Gott, un­ser Va­ter, wir dan­ken Dir,
dass Dein Wort uns bis heu­te er­reicht.
Du hast Je­sus Chris­tus, Dei­nen Sohn,
als Zei­chen Dei­ner Lie­be zu den Men­schen ge­sandt.
Ob­wohl er uns dien­te, wur­de er ver­höhnt und ge­kreu­zigt.
Er stirbt noch heu­te un­ter uns,
wo Ge­walt und Miss­trau­en herr­schen.
wo Men­schen nur sich selbst im Blick ha­ben.

Wir bit­ten Dich:
stär­ke uns zum glaub­wür­di­gen Zeu­gen­dienst in der Ge­mein­de,
da­mit sie zu ei­nem Ort der Hei­mat und Hoff­nung wer­den kann:
zum Dienst in der Stadt,
in der im­mer mehr Men­schen von Furcht er­füllt sind;
zum Dienst in der Welt, in der sich die Völ­ker
nach Frie­den und Ge­rech­tig­keit seh­nen.
Lass uns ei­nan­der bei­ste­hen,
dass wir das Schwe­re mit­ei­nan­der tra­gen
und voll Zu­ver­sicht in die Zu­kunft ge­hen.
 
Amen
 
 
Se­gen

 
Gott seg­ne dich,
dass du je­den Tag als er­füll­te Zeit er­lebst:
dass das Lei­den von ges­tern
und die Angst vor mor­gen
ihre Schre­cken ver­lie­ren
und die Bot­schaft vom Heil der Welt
auch in dir Ge­stalt ge­winnt.
 
Amen
 
 
Die Evangelische Kirche
lädt zum Balkonsingen ein

„Der Mond ist aufgegangen“ auf dem eigenen Balkon oder im Garten

Abends um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirche alle Menschen ein, gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren – jeder und jede auf seinem Balkon oder im Garten. Denn Singen verbindet und tut gut.

Für weitere Informationen bitte anklicken:




Brot und Salz für neu Angekommene
 
Neue Mitglieder in der Kirchengemeinde werden in Obervellmar schon bald mit einem Brot von der Bäckerei Wiedemann und einem Fässchen Salz im Pfarrhaus begrüßt. Pfarrer Alfred Hocke hatte von seinem Kollegen Johannes Böttner, Pfarrer in Niedenstein, erfahren, dass dieses Begrüßungsritual dort positiv aufgenommen wurde. So ist die Idee entstanden, auch in Obervellmar die neuen Gemeindeglieder mit diesem guten alten Brauch zu begrüßen.
 
Wie bisher wird der Besuchsdienst unserer Gemeinde neue Gemeindemitglieder aufsuchen, um sie in Obervellmar willkommen zu heißen. Statt wie bisher üblich, eine Rose zur Begrüßung zu übergeben, wird dann ein Gutschein überreicht, mit dem sich die Neuen ein frisches Brot in der Bäckerei Wiedemann in Obervellmar abholen können. Und im Pfarrhaus Obervellmar besteht gegen Vorlage der zweiten Hälfte des Gutscheins die Möglichkeit von Pfarrer Alfred Hocke begrüßt zu werden und ein Fässchen Salz zu erhalten.
 
Die Vollkorn- und Feinbäckerei Wiedemann aus Fuldatal hat 2017 ihre Filiale in Obervellmar eröffnet.
 
Schnell war man sich darüber einig, die Begrüßung für neue Gemeindemitglieder in Obervellmar gemeinsam durchzuführen.
Im Bild (von links) Pfarrer Alfred Hocke, Jörg und Bärbel Wiedemann
- mit Salz und Brot in der Filiale Vellmar der Bäckerei Wiedemann.
Text und Foto: Volker Günther





10 Gründe für Kirche

1. Hier sagt Gott Ja! zu mir
 
·  In der Kirche darf ich sein, wie ich bin. Mit Haut, Herz und Hirn und trotz mei­ner Fehler.
 
·  Für Gott bin ich einmalig wichtig.

 
2.  Hier kann ich frei glauben, denken und mitgestalten.
 
·  In der evangelischen Kirche hat nicht nur eine*r das Sagen. Wir sprechen und streiten miteinander.
 
·   Wir tragen gemeinsam Verantwortung. An der Kirche bauen alle mit.

 
3.  Hier sind wir eine starke, bunte und welt­weite Gemeinschaft.
 
·  Wir sind nie alleine, ganz gleich wo wir gerade sind.
 
·  Der Glaube verbindet uns über die Gren­zen von Hautfarbe, Geschlecht, Genera­tion, Geld und Bildung hinweg.

 
4.  Hier ist nicht der Mensch das Maß aller Dinge.
 
·  Mit Gott zu rechnen heißt: Wir wis­sen und wir können nicht alles. Mit der Welt und den Menschen müssen wir vorsichtig umge­hen.
 
·  Das gelingt nicht immer, auch nicht in der Kirche. Aber wir versuchen es. Manchmal Tag für Tag neu.

 
5.  Hier kann ich Freude und Trauer mit anderen teilen.
 
·  Die Glaubensgemein­schaft gibt mir Halt.
 
·  Wenn ich meine Hoffnung verloren habe, kann ich sie bei Gott wiederfinden.

6.  Hier höre ich Worte, die gut tun und die Welt verändern.
 
·  Klare Worte in komplizierten Zeiten, wenn nötig gegen den Trend.
 
·  Die Kirche bildet. Damit steht sie gegen religiösen Fanatismus.

 
7. Hier setzen wir uns für ein gutes Leben für alle ein.
 
·  Kirche hat Auge, Herz und Hand für Menschen.
 
·  Als haupt- und ehrenamtlich Engagierte betreuen wir Kinder, begleiten Alte, ver­sorgen Hilfebedürftige und beraten in Krisen.

 
8.  Hier finde ich einen Lebensrhythmus.
 
·  Kirche begleitet mich an den Wende­punkten meines Lebens, der Segen stär­kt mich auf geheimnisvolle Weise.
 
·  Das Kirchenjahr mit seinen Festen gibt meinem Leben Rhythmus und Sinn.

 
9. Hier sind meine - unsere Wurzeln.
 
·  Der Mensch kann nicht nur flexibel und mobil sein, er braucht auch Halt. In der Kirche kann ich zu meinen Wurzeln kommen - zu mir und zu Gott.
 
·  Die evangelische Kirche ist Teil meiner Heimat. Sie stärkt schon
seit langem unseren kultu­rellen, sozialen und gesell­schaftlichen Zusammenhalt.

 
10.  Hier kann ich lebens­lang lernen.
 
• Bildung für alle Generati­onen wird in der evangelischen Kirche großgeschrieben.
 
·  Ich kann hier fürs Leben lernen.
Das stärkt mich im Alltag und in meinen Entwicklungen.

                                                                              


letzte Änderung:

26.03.2020
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