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Lutherbibel für das Reformationsjahr
Fünf Jahre Arbeit von 70 Fachleuten


Schon Martin Luther hat die Bibel nicht im Alleingang übersetzt, sondern mit einem Team. So war es auch bei der Revision der Lutherbibel, die pünktlich zum Reformationstag vorliegen soll. An der neuen Ausgabe waren deutlich mehr Menschen beteiligt als an Luthers Ur-Version: 70 Theologen und Theologinnen.
Zu den Vorgaben gehörte, dass Luthers Sprachduktus erhalten bleiben sollte, zugleich die Texte aber liturgisch gut brauchbar sein sollten. Missverständliche Formulierungen sollten wegfallen, aber die Poesie und Sprachkraft Luthers nicht verloren gehen. Im Jahr 2010 hatte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) den Auftrag für die Lutherbibel 2017 erteilt. In sechs Schritten gingen die Bearbeiter vor, zunächst einzeln, dann in Arbeitsgruppen sowie einem Lenkungsausschuss. Schließlich beschloss der Rat der EKD die Annahme des Textes. Immerhin 44 Prozent aller Verse aus dem Alten und Neuen Testament wurden verändert, wobei sich das auch auf Zeichensetzung und andere kleinere Eingriffe bezieht. Oft wurde auch die Lutherversion von 1545 wieder eingesetzt. Betrachtet man die Anzahl veränderter Wörter, ergibt sich ein etwas anderes Bild: Neun Prozent wurden in der Lutherbibel 2017 verändert.

www.dbg.de


Olaf Dellit

Bild oben rechts: medio.tv/ Deutsche Bibelgesellschaft

 
 
 
 
 
 
 

letzte Änderung:

26.11.2017
 
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