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Biografie Pfarrer Walther Lenz

Heinrich Otto Walther Lenz wurde am 21. Mai 1892 in Leipzig geboren. Nach Schulbesuch und Abitur in Leipzig studierte er dort ab 1911 Theologie und Geschichte. Gleichzeitig diente er im Sächsischen Infanterieregiment „Prinz Johann Georg von Sachsen" und wurde mit der Mobilmachung am 4. August 1914 mit seinem Regiment nach Belgien und Frankreich kommandiert. Schon im September des gleichen Jahres wurde er bei Reims schwer verwundet, war aber dennoch in Frankreich, Polen und Galizien bis 1917 im militärischen Einsatz. Sein jüngerer Bruder stirbt 1916 an der Front.

1917 wurde er ordiniert und bekam seine erste Pfarrstelle an der Emauskirche in Leipzig-Sellershausen. Ab 1928 war er Pfarrer an der Peterskirche in Leipzig bis 1940.

1918 heiratete Lenz seine Ehefrau Alice Regel, mit der er eine Tochter und einen Sohn hatte. Der Sohn fiel 1943 in Russland.

Walther Lenz war 1933 bis ca. 1937 Mitglied der Deutschen Christen, das war eine  rassistische,  antisemitische und am Führerprinzip orientierte Strömung im deutschen Protestantismus, die diesen an die  Ideologie des Nationalsozialismus angleichen wollte. Auch war er in der Kriegsgräberfürsorge Mitglied und als Offizier des 1. Weltkrieges Seelsorger im „Stahlhelm-Bund". Der Stahlhelm verstand sich als Organisation, in der das Wirken der Kriegsteilnehmer Anerkennung finden sollte, und stand in Opposition zum politischen System der Weimarer Republik. Im Stahlhelm herrschte eine Weltanschauung vor, die sich stark an der Kaiserzeit orientierte.

1940 wurde er als Leutnant zur Wehrmacht einberufen und geriet 1945 als Major in britische Gefangenschaft.

1948 wurde Pfarrer Lenz aus der evangelische-lutherischen Kirche Sachsens verabschiedet und in die Landeskirche Kurhessen-Waldeck übernommen.

Am 8. Februar 1948 führte Dekan Itter unter Mitwirkung von Pfarrer i. R. Trübestein Pfarrer Walther Lenz in Obervellmar ein. Diese Pfarrstelle gab er am 31.12.1955 aus gesundheitlichen Gründen auf und zog nach Kassel, wo er am 26. Mai 1972 starb.

(Daten überwiegend aus der Kirchenchronik von Obervellmar, Werner Brandau, Vellmar 2001, übernommen)


 
 
 

letzte Änderung:

26.11.2017
 
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